In der Ruhe liegt die Kraft

Ruhe

Sehnsucht
Frieden
Wo finde ich eigentlich Ruhe in meinem Alltag? Woher nehme ich die Kraft für den Tag? Wann gönne ich mir Auszeiten?
Das sind Fragen, die mich in den letzten Tagen sehr beschäftigen. Ich will euch heute mal ein bisschen hineinnehmen in meine Gedankenwelt.
In letzter Zeit fühle ich mich oft innerlich wie getrieben. Mein Umfeld sagt mir, ich solle dies tun und jenes tun. Das zum richtigen Zeitpunkt schaffen und jenes unbedingt so machen. Manchmal oder eher oft, denke ich dann, dass ich das tatsächlich so machen muss wie andere es sagen. Denn anscheinend könne ich nur so erfolgreich sein. 
Nicht selten sträubt sich mein Innerstes dagegen. Ich weiß nicht genau woher das kommt aber anscheinend war ich schon als kleines Kind jemand, die sich nicht gerne in etwas zwängen ließ. Indem ich anfange, dem gerecht zu werden, was andere zu mir sagen, verliere ich meine Vision aus den Augen. Anderes wird auf einmal wichtiger und ich fange an mich zu fragen, warum ich das eigentlich tue was ich tue. Die Leidenschaft fängt an, Risse zu bekommen und Sorgen und Ängste bekommen Raum in meinem Leben... 
 
Vielleicht ging es dir auch schon mal so oder so ähnlich. Kennst du so Situationen, in denen du eher auf dein Umfeld gehört hast, als auf dein Herz? Gibt es Träume und Visionen, die irgendwo in deinem Herzen schlummern aber durch Umstände vergraben wurden? 
 
Ich war diese Woche bei einem Vortrag, bei dem der Sprecher über Leidenschaft und Ruhe gesprochen hat. Das fand ich sehr interessant. Was hat Leidenschaft mit Ruhe zu tun? 
 
Bestimmt kennt ihr das Sprichwort: In der Ruhe liegt die Kraft. 
Da ist glaube ich wirklich etwas dran. Aus der Ruhe heraus die Dinge zu tun. Nicht aus dem Stress heraus oder weil man es halt machen muss. 
Meinen Alltag und meine täglichen Aufgaben mit Ruhe zu starten. Klingt zuerst mal etwas seltsam. 
Aber wenn wir uns mal darauf einlassen: 
Wie kann das praktisch aussehen? 
Ich habe angefangen, mir vor dem Arbeiten eine Zeit zu nehmen (meistens so 30min), in der ich erstmal zur Ruhe komme, bevor ich mit der To-Do-Liste anfange. Da mache ich mir zuerst einen Tee oder einen Kaffee, ordne meine Gedanken und starte meinen Tag mit einem Gebet. Das hilft mir, Kraft für den Arbeitstag zu tanken. 
Dann erst überlege ich mir, was heute zu tun ist, fülle mein "Bullet-Journal" mit Aufgaben und lege los.
Bei mir hört sich das jetzt vielleicht ziemlich einfach an. Ein bisschen ist es auch so, denn ich darf das Privileg haben, mir meine Zeit selbst einzuteilen. Aber auch wenn ihr feste Arbeitszeiten habt oder Kinder, die eure volle Aufmerksamkeit brauchen, denke ich, dass es möglich ist, eine "Ruhe-Zeit" in den Tag einzubauen. 
Zum Beispiel:
  • Im Auto auf dem Weg zur Arbeit (geht auch beim Bahnfahren)
  • Wenn die Kinder schlafen, im Kindergarten oder in der Schule sind
  • Vielleicht auch vor dem Einschlafen: Wie war mein Tag heute? Was habe ich erlebt?
  •  Seid kreativ! 

 

Eine andere Art, was mich Abschalten lässt, ist das Zeichnen. Schon seid ich denken kann, ist das einer meiner Hobbys gewesen. Mal mehr und mal weniger. Gerade fängt es wieder an, mehr zu werden. Und ein paar meiner Zeichnungen aus den letzten Tagen habe ich euch heute auch mitgebracht. 

Diesmal digital. Ich habe nämlich das digitale Zeichnen für mich entdeckt. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, hat das bestimmt schon mitbekommen :) 

 

Seid ein paar Wochen habe ich angefangen, ins Zumba zu gehen. Zwar bin ich noch krottig schlecht, weil ich es einfach nicht schaffe meine Hände und Beine gleichzeitig zu koordinieren aber es macht Spaß. Und es ist für mich ein super Ausgleich. Sport ist etwas, das ich normalerweise gar nicht mache. 

Ich bin einfach der kreative Mensch :) Aber ich muss immer mehr feststellen, dass gerade das Sportmachen mich erdet. Mein innerliches, kreatives Chaos zur Ruhe bringt.

 

Was könnte dein Ausgleich sein?

 

Nun ist der Text doch etwas länger geworden und es freut mich, wenn du bis hier her gelesen hast! Vielleicht konnte ich dich ein bisschen inspirieren, dir eine Anregung geben oder dich einfach ins Nachdenken bringen?

 

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr zu dem Thema denkt :) 

Verlinkt zu RUMS.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Christine (Donnerstag, 08 Dezember 2016 08:21)

    Liebe Janina,
    ein guter Text. Ich helfe beruflich als Coach Menschen wieder zur Ruhe zu finden, innere Zufriedenheit zu verspüren. Das ist so wichtig. Toll, dass auch du einen solchen Ansatz für dich gefunden hat. Es wird deine Arbeit- von der ich ja schon ein großer Fan bin - noch besser machen

  • #2

    Angelika (Donnerstag, 08 Dezember 2016)

    Liebe Janina,
    ich bin beeindruckt, welche Gedanken Du Dir in Deinem jungen Alter (Ich darf das sagen, denn ich bin mindestens doppelt so alt wie Du :o) ) machst. Leider bin ich erst, nachdem ich aus dem Berufsleben ausgeschieden bin, so richtig zum Nachdenken gekommen. So ist es ja oft: Der Alltag frisst uns auf und ehe Du Dich versiehst, sind die Jahre vergangen. Also, bleibe dabei und hinterfrage die Anforderungen, die an Dich gestellt werden. Das ist eine sehr gesunde Einstellung und wird Dich hoffentlich vor Fremdbestimmung und Überforderung schützen.
    Deine Zeichnungen haben mich schon früher begeistert. Und dass der Sport einen guten Ausgleich zum stressigen Alltag bietet, habe ich auch erst vor wenigen Jahren entdeckt. Gott sei Dank kann man auch in höherem Alter damit noch vieles wieder gutmachen.
    Also, Janina, gehe weiter auf diesem Weg, ich wünsche Dir alles Gute dazu!
    Angelika