Bin ich gut genug?


Heute habe ich euch die Fotos zum fertigen Outfit für das Burdastyle Talent mitgebracht. Im letzten Blogartikel (wer ihn nicht gelesen hat oder nochmal nachlesen mag, kann das hier tun.) habe ich euch ja erzählt, wie man auf eine Idee zu einer eigenen Kreation kommen kann. 
Ich habe euch meine Entwürfe zu meinem Outfit gezeigt, aber wie sieht es eigentlich fertig aus?

Neben den Bildern meines neuen selbstentworfenen Outfits möchte ich heute auch ein bisschen was persönliches von mir schreiben.


Während ich mich mit der Frage beschäftige, ob ich gut genug bin, mein Körper schön genug ist, sagt eine Stimme in mir ganz leise: "Schau dich um, haben diese Frauen nicht alle mit dem selben Problem zu kämpfen?" 


Mein Blick fängt an sich zu verändern. Plötzlich sehe ich ganz normale Menschen, die alle auf ihre besondere Weise einzigartig und wunderschön sind. 
Aber die meisten erkennen das selbst gar nicht und kämpfen alle mit diesen Fragen, die ich mir selbst auch zuvor gestellt habe. Etwas in mir bewegt mich und will es ihnen sagen. Will ihnen den Vorhang öffnen, den Schleier von ihren Augen nehmen. 

Wir Frauen sind so veranlagt, dass wir uns selbst entweder fertig machen, wenn wir uns mit anderen vergleichen. Oder aber wir erheben uns über die anderen. Wir fangen an, gemein zu werden und die andere es spüren zu lassen, was wir von ihr denken. Das finde ich sehr traurig und ich frage mich, ob es denn wirklich so bleiben muss. Können wir nicht austeigen aus diesem Karusell, uns selbst aber auch die um uns herum so lieben lernen wie wir sind? 

Als ich zum ersten Mal vom Thema des diesjährigen Burdastyle Wettbewerbs gelesen habe, waren meine ersten Gedanken: "Was könnte ich kreieren, um die anderen zu schlagen?" Es sollte etwas ganz besonderes sein. Meine eigene Interpretation des Themas "Parisian Chic". Etwas, das sonst niemand machen würde. Etwas, das aus der Masse herausstechen würde. 
Aus meinem anfänglichen Stolz wurden schnell Selbstzweifel, als ich dann die Kreationen der anderen Teilnehmer sah. Vom einen Extrem ins nächste.

Warum dachte ich so? 

Ich verglich mich mit den anderen. Als ich sah, was für tolle Sachen die anderen da genäht haben und auf was für schöne Ideen sie gekommen sind, dachte ich plötzlich, dass meins doch gar nicht mehr so besonders ist. Ich habe darauf geschaut, was die anderen haben und ich nicht habe. 
Dieser Konkurenzkampf bei solchen Wettbewerben ist leider immer irgendwo da. Auch wenn ich das total blöd finde. Selbst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, denke ich mir, ob es gut genug ist, es aufzuschreiben.


Aber ich möchte aufhören, mich selbst klein zu machen. 
Ja, es sind wirklich sehr sehr schöne Beispiele beim Wettbewerb dabei. Ich möchte Sie nicht als Konkurrenz sehen. Nein, vielmehr als Bereicherung. Als Menschen, die mit mir zusammen die Welt ein Stückchen bunter machen wollen. Denn nähen und sich kreativ austoben sind so wertvolle Eigenschaften!

Wir sind alle ganz ganz tolle Menschen, du und ich! Jeder von uns ist einzigartig, schön und wunderbar gemacht.

Falls du das noch nicht weißt oder dir einfach mal was Gutes tun möchtest, habe ich dir heute sogar eine kleine Aufgabe mitgebracht. Nimm dir etwas Zeit und probiere es aus, wenn du magst: 

Schreibe deinen Namen in die Mitte auf ein weißes Blatt. Dann schreibst du alles darum herum, was dich ausmacht:
  • Wer sind deine Freunde?
  • Wer sind Menschen, die dich lieben?
  • Was kannst du gut?
  • Welche Eigenschaften machen dich aus? Wie bist du?
  • ...
Wenn du nach diesem langen Text auch noch Lust hast, mir deine Stimme beim Wettbewerb zu geben, dann freue ich mich natürlich riesig!!! Hilf mir und Bote für mich, damit ich das Burdastyle Talent 2017 werde! 

 

Verlinkt zu RUMS.


Vielleicht auch interessant für dich?

Von der Idee zum fertigen Outfit


Kommentar schreiben

Kommentare: 0