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Ein Traum aus Samt - Samtkleid selbst genäht

Ein Traum aus Samt! Das sollte es werden, mein neues Kleid.

Ich hatte euch ja schon erzählt, dass ich seit einer Weile zur Kleid-Liebhaberin geworden bin. Und diesmal sollte es wieder ein Kleid werden. Ein richtig schickes Designerteil! Ja, ich wollte, dass es so richtig nach Designerin und nicht wie typisch selbst genäht aussieht. Aber auch nicht zu overdressed.

 

Ich habe mich in dieser Saison total in Samt verliebt! Dieses Material hat mich so flauschig und edel im Laden angelächelt, dass ich den Stoff einfach mitnehmen musste! Noch dazu fällt er so wundervoll! Und dieser hier hat auch noch zwei verschiedene Blauschattierungen. Je nach dem wie das Licht fällt, sieht er mal dunkelblau und mal petrol aus.

Mir war sofort klar: DAS ist der perfekte Stoff für mein "Designerkleid". Ein passender Spitzenstoff dazu habe ich auch direkt gefunden.

 

Für den Schnitt habe ich mich für das Free-Tutorial "Schneeweißchen&Rosenrot" entschieden. Das habe ich schon einmal genäht. Ist zwar schon ein Weilchen her, aber das Kleid, das ich damals genäht habe, ist eines meiner Lieblingskleider. Also eine gute Basis für mein neues Kleid! Wenn ihr nach schauen wollt, wie das damals aussah, dann findet ihr den Blogbeitrag hier.

 

Eine besondere Location für ein besonderes Kleid

 

Auf der Suche nach einer passenden Shooting Location für mein genähtes Samtkleid, hat es mich nach Berlin gezogen. Ok, ganz so war es nicht. Ich bin im Januar nach Berlin gegangen, ursprünglich wegen der Fashion Week. Das neue Kleid hatte ich mit dabei und dann hat beides gepasst. Die Location und das Kleid :)

Ich wollte etwas Besonderes. Etwas, das ich sonst nicht so habe. Denn mir ist es immer sehr wichtig, dass die Bilder stimmig sind. Und auf jeden Fall eine Inspiration für euch sind. Vielleicht, damit ihr es nach nähen könnt aber auch einfach, dass ihr selbst auch kreativ werdet. Schließlich steckt in jedem von uns Kreativität!

 

Zurück zur Location. Ich wusste, der Berliner Dom soll auf jeden Fall mit auf die Bilder! So alte schöne Kirchen mit türkisenen Dächern liebe ich total. Irgendwie mag ich diesen Stil total gerne.

Nur als wir dann dort an dem Platz ankamen, war natürlich alles voller Menschen. Noch dazu war gutes Wetter. Also war gefühlt jeder auf der Straße und es wimmelte nur so von Turisten. Jetzt konnte ich mich entscheiden: Entweder die Bilder woanders machen oder in den sauren Apfel beißen und mich vor all den Leuten hinzustellen. Zugegeben, das ist absolut nicht leicht für mich!!

Schließlich bin ich dann aber doch über meinen Schatten gesprungen, habe die Menschenfurcht abgelegt und habe mich da einfach hingestellt. Mitten in die vorbei laufenden Menschen hinein.

Puh! Ich kann euch sagen... das war ein seltsames Gefühl. Ich konnte richtig die Blicke spühren. Sehen konnte ich nicht so viel, denn ich hatte meine Kontaktlinsen nicht drin. Das ist übrigens ein guter Trick, um ein bisschen besser die Hemmungen zu verlieren ;)

 

Ich bin so froh, dass ich meine Ängste hinter mir lassen konnte! Denn ich bin richtig happy mit den Bildern.

Mit den Fotos möchte ich auch euch Mut machen, über euren Schatten zu springen und mal was zu riskieren. Egal, in welchem Bereich deines Lebens das jetzt sein mag. Wenn es dich anspricht, dann ermutige ich dich: Leg deine Ängste beiseite! Wage den Schritt und hör nicht darauf, was die anderen sagen.

 

Die Stadt als Inspiration

 

Irgendwie habe ich schon immer gespührt, dass ich mal raus muss aus meinem Landleben. Ich bin ja auf dem Land groß geworden und wohne auch immer noch in einem kleinen Dorf. Der Wunsch, die große weite Welt zu sehen, schlummerte schon als kleines Kind in mir und ist in den letzten Jahren noch größer geworden.

Das Dorfleben hat ja auch seinen Charm... die meisten Leute kennt man persönlich oder über ein paar Ecken. Man grüßt sich auf der Straße (zumindest hier im Süden). Es ist einfach persönlicher und familiärer. Die Natur ist ganz klar mehr präsenz. Ich muss quasi nur meinen Fuß vor die Tür stellen und bin schon auf den Feldern. Jeden Abend kann ich einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen (wenn das Wetter mitspielt).

Aber wenn man das schon das ganze Leben so erlebt hat, dann wird einem das auch irgendwann zu langweilig. Zumindest geht es mir so. Ich habe sehr stark den Drang in mir, dass ich auch mal was sehen möchte von der Welt. Ja, ich würde sogar gerne mal für eine Zeit lang in einer Stadt leben. Vielleicht würde ich dann auch wieder das Landleben mehr schätzen können ;)

 

In eine Stadt wie Berlin zum Beispiel. Das war eine sehr inspirierende Zeit für mich, als ich Anfang des Jahres dort war.

Berlin ist eine Stadt für mich, in der alles möglich ist. Zumindest gibt es dort so viel Unterschiedlichkeit. So viele Menschen, die dort ihren Traum leben wollen. Aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ländern.

Das fasziniert mich am meisten an der Stadt. Und ist eine riesige Inspirationsquelle.

 

Natürlich hat eine Stadt wie Berlin nicht nur Glanzseiten. Wenn man genau hinsieht, wird man wahrscheinlich erkennen, dass die Schattenseiten der Stadt sogar überwiegen. Wie vermutlich in jeder größeren Stadt.

Trotzdem zieht es mich immer wieder dort hin.

Ich habe das Gefühl, in Städten sind die Menschen offener für Neues. Ideen können viel schneller und einfacher umgesetzt werden. Leute sind verrückter und vielleicht auch ein Stück weit mutiger.

 

Wer weiß... vielleicht ziehe ich ja tatsächlich eines Tages mal nach Berlin... :)

 

Wo würdet ihr gerne mal wohnen? Was inspiriert euch? Seid ihr eher Stadtmenschen oder Dorfkinder?

Schreibt mir doch gerne einen Kommentar zu euren Gedanken.

 

Die Jacke

 

Meine Jacke, die ich zu dem Samtkleid trage, ist übrigens auch selbst genäht. Und sogar selbst entworfen. Von der Idee bis zum fertigen Schnittmuster. Das war gar nicht so einfach... denn so richtig mit Futter und Schlitzen an den Seiten und Spatenkragen, das hatte ich schon lange nicht mehr gemacht. Gelernt habe ich das ja alles mal während meiner Ausbildung zur Modedesignerin. Aber wenn man das längere Zeit nicht mehr macht, dann kommt man ganz schön aus der Übung.

 

Die Jacke habe ich letztes Jahr zum Burda Style Talentwettbewerb genäht. Vielleicht erinnert ihr euch noch? Damals habe ich sie zu einem rosa Tüllrock kombiniert.

Diesen Wettbewerb gibt es übrigens dieses Jahr wieder. Also, wenns euch interessiert und ihr mitmachen wollt, dann informiert euch unbedingt hier.

 

 

Meine Nähidee hat dich inspiriert?

Dann merke sie dir doch einfach mit dieser Grafik auf Pinterest:

 

Hab einen schönen Tag, meine Liebe,

deine

 

Verlinkt zu RUMS 


Fakts:

Das Kleid:

Die Jacke:

  • Schnitt: eigenes Design
  • Stoff: aus einem Stoffladen in Stuttgart

Die Strumpfhose:


 

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Kommentare: 2
  • #1

    Rebecca (Donnerstag, 08 März 2018 19:03)

    Also Janina ich finds einfach nur geil � die Jacke, das Kleid, die Bilder... Das ist echt absolut stimmig � aber ich weiß nicht, ob ich mich das getraut hätte....
    Lg Rebecca �

  • #2

    Jenny (Donnerstag, 08 März 2018 20:57)

    Wow, Janina! Die Bilder sind einfach fantastisch geworden! Respekt, dass du so über deinen Schatten springen konntest. Ich wähle bewusst (noch) Locations, wo keine Menschenseele ist...oder wenn doch, warte ich, bis alle weg sind :-D Aber an dir sieht man, dass sich der Mut lohnt . Ganz toll! :-)